Bei Flugzeugen ist das einfach. Gäbe es eine Maschine-Mensch Assimilation, würde ich bei Annäherung an ein Spornrad-Flugzeug Stimmen hören. „Alter, mach hinne, ich will in die Luft.“ Solche Stimmen höre ich bei Bugrad-Flugzeugen nicht. Spornrad ist einfach – „Design-Harmony“ und es sieht einfach so aus, wie es aussehen soll.

Ich habe mal ein Bugrad-Flugzeug zum Taildragger umbauen lassen. Tolle Sache! Weiß jemand, wie man zu einem Spornrad-Flugzeug hinkommt? Mit einem Spornrad-Auto. Logisch, oder?





Wie das Auto in die Familie kam, ist nicht wirklich wichtig. Das ist ein Lomax 223. Drei für Dreirad. Es gibt noch einen 224, der ist aber irgendwie unambitioniert.
Ein Lomax ist britische KitCar-Tradition. Man nehme eine alte Ente, ein Citroen 2CV. Damit hat man ein autarkes Fahrgestell mit Federung, Triebwerk, Bremsen und Rahmen. Alles, was nach Ente aussieht, ist mit wenigen Schrauben abgebaut. Es eine fahrbare Basis. Bei einem 223 wird dann hinten ein Querlenker und Rad abgebaut. Das andere Rad wird umgekehrt montiert und fertig ist ein Dreirad. Die in England entwickelte und produzierte Roadster-Karossie mit etwas Design-Anlehnung an einen Morgan Threewheeler.
Sagenumwogene 602 cm³ produzierten je nach Beamtmung zwischen 32 und 42 PS. Anfangs mit dem Mono-Vergaser, später dann mit einer Aftermarket Einspritzanlage, die eigentlich für BMW Motorrad Boxer gedacht war. Die dazu passende Software erlaubte Anpassung an den Citroen Motor.
Gut, die Steuerzeiten waren nicht wirklich dafür gedacht, Leistungssteigerungen zu verkraften. Aber mal ehrlich, mit den winzigen Brooks Shields ohne irgendeine Verdeck-Vorrichtung, den Kopf immer im Fahrtwind, auch bei Regen. Braucht man da mehr als 30 PS? Der Motor ist etwas träge im Lastwechsel. Das ging mit der Einspritzung viel geschmeidiger.
Ich hatte schon sehr früh eine Affinität zu dieser Technik. Die Acadiane hatte die gleiche Technik und mit ihr war ich rund 200.000 km vom Nordkap bis Gibralta oder an die Syrische Grenze unterwegs.



