Thema WhatsApp

Zugegeben, sehr hilfreich und nützlich. Zu welchem Preis? „There ain’t no such thing as a free lunch.“ und so hat es mich nicht gewundert, dass in einigen Projekten NDAs zirkulierten, in denen u.a. die Nutzung von WhatsApp ausdrücklich untersagt war.

Die technischen Details dazu mögen komplex sein. Von Datenschützern gibt es wohl Bedenken, ob Daten, Bilder oder Zusammenhänge zwischen Personen hinreichend EU Recht entsprechen.

Mit solchen Betrachtungen möchte ich mich nicht befassen. WhatsApp gehört wie Facebook und Instagram zu Meta. Die Vernetzung der Daten macht mir Sorgen und mir fehlt der Glaube – WISSEN kann ich es nicht – dass die gemeinsame Zugehörigkeit zu Meta wirklich Autarkie sicherstellen kann.

„Wir wollen Grönland haben, um jeden Preis.“ Hört man diese Worte erstmal im Radio, wird aus einer verbündeten Nation erstmals ein Agressor. Wir kaufen kein Oel oder Gas mehr von dem Agressor Russland, weil er die Ukraine überfallen hat. Warum soll ich Daten oder Zusammenhänge an ein Land liefern, dass agressiv fremdes Territorium beanspruchen will?

Für mich habe ich daher beschlossen, diesen Dienst nicht mehr zu nutzen. Käme es zu der angekündigten Agression, würde es ohnehin nicht mehr funktionieren. Wie wohl auch Microsoft nicht mehr oder Meta oder Apple, Amazon, X oder was noch auf der Liste steht, die täglich in mein Leben hinein reicht.

Thema Facebook

Ich bin nicht sicher, wann genau ich begonnen habe, Facebook zu nutzen. 2010 vielleicht? Es begann mit Interesse an den Funktionen, in Kontakt bleiben, die Familie teilhaben lassen, wo man sich gerade herum treibt.

Natürlich kommt dann auch etwas indirektes Marketing dazu. Speziell in Produktwelten Hobby, Sport und Freizeit ist Social Media Teil des Interessenten-Kontakts. Gleichzeitig entwickelt sich auch Facebook weiter und nicht notwendigerweise in die gewünschte Richtung. Auch dort gibt es Shareholder Value und die Währung in dem Kosmos sind Daten und Zusammenhänge.

Nichts Neues. Neu ist nur die individuelle Bewertung der Zusammanhänge im Hinblick auf zu erwartende Auswirkungen in das eigene Leben.

  • Ich nenne es mal „Empörungs-Faschismus“. Natürlich ist der Begriff Faschismus in dem Zusammenhang eine maßlose Fehldeutung. Meine Facebook-Timeline war sehr intensiv von fremden Beiträgen dominiert, deren Aussage die Welt in zustimmend oder ablehnend dividierte. Schwarz oder weiß, Wertvoll oder wertlos. Das ist nicht meine Denkweise und ich lasse mich nicht für diese Denkweise vereinnahmen.
  • Speziell zu den Wahlen haben solche Beiträge massiv zugenommen. Eigentlich logisch. Erst kurz vor Weihnachten gibt es intensiv Werbung für Weihnachtsbäume und Lebkuchen. Das begreife ich. Was aber, wenn solche Beiträge wesentlich aus falschen Tatsachenbehauptungen bestehen? Bevor ich Facebook abgeschaltet habe, habe ich praktisch jeden Beitrag auf meiner Timeline dahingehend bewerten müssen, wie falsch der Inhalt gewesen sein könnte. Die Medien-Nutzung des US Präsidenten und die Reaktionen darauf machten es nicht eben einfacher.
  • Im Hinblick auf das Deutsche Parteienspektrum ist es keineswegs besser.
  • Was mir garantiert nicht fehlen wird, ist „Empörungs-Faschismus“ rund um die Haustiere in der Nachbarschaft, in Rumänien, Teneriffa und in Eckernförde. Alogarithmen werden mir funktionell auf ewig verborgen bleiben. Das ich nun nicht mehr darüber informiert werde, welche Schicksale Straßenhunde in Bulgarien erleiden müssen, ist eine Bereicherung meines Lebens.
  • Der ausschlaggebende Punkt ist allerdings die Vernetzung. Ich bewerte es als inakzeptabel, dass meine Beiträge auf einem privaten Nachrichtenbord dazu führen können, von einer Regierung über 2-3 Sprachbarieren hinweg als Bedrohung klassifiziert werde. Das widerspricht völlig meiner Vorstellung von verschiedenen Rechtssystemen. Als solches würde mich das nicht wirklich stören. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man solche Szenarien völlig wehrlos in Auslieferungshaft erleben muss.
  • Über das Teilen meiner Information oder meiner Bilder wurde vielfach spekuliert, Mein Eindruck ist, dass es mindestens zwei juristische Staatsexamen und viel Erfahrung in angelsächsischen Rechtssystemen erfordert, um hinreichend sicher zu bewerten, WER eigentlich mit meinen Bildern und Beiträgen auf Facebook was machen kann oder darf. Ich hatte rund 2.500 Bilder auf Facebook. Ein sehr kleiner Teil zeigte auch mich. Cambridge Analytica und Clearview, was eigentlich passiert mit meinen Daten ohne meine Zustimmung?
  • Viel schlimmer, die praktisch rechtsfrei Umgebung vor der Einreise und danach VOR einer bestimmten Sorte Staatsdiener ist für mich als Europäer nicht mehr einschätzbar. Die verfügbaren Daten aus Facebook machen die Sache nicht leichter.

Was also ist die logische Konsequenz? Im Zweifel wird das Unternehmen in Sorge um Regierungsaufträge, Förderungen oder eine Bedrohungen seine eigene Agenda verfolgen, im Zweifel also auch gegen die Anwender.

Abschalten, Risiken und Vereinnahmung vermeiden. Danz einfach.